Brannedartsliga · Stadtmeisterschaft 2026 · Löwen Dart HB10 im Arenalicht · Abendrot, Brandenburg, 23.–25. Oktober

Stadtmeisterschaft 2026 · Spielbericht der Brannedartsliga

Brannedartsliga präsentiert · Spielbericht
301 Master Out501 Double OutTeam 501 Master OutFrauen · Jede gegen jede
Stadtmeisterschaft 2026

Liebe Spielerinnen, liebe Spieler, liebe Gäste,

Drei Tage. Vier Turniere. Ein Haus. Und am Ende ein Happy End.

Vom 23. bis zum 25. Oktober hat sich das Abendrot in Brandenburg in eine Arena verwandelt – mit Pfeilen statt Popcorn und Kreide statt Drehbuch. Auf dem Spielplan: 301 im Master Out, 501 im Double Out, das Team im 501, ebenfalls Master Out, und das Turnier der Frauen, jede gegen jede. Klingt nach Programm. Wurde eine Geschichte.

49
Spieler
301 · Master Out
55
Spieler
501 · Double Out
30
Teams
501 · Master Out
9
Frauen
Jede gegen jede

Neunundvierzig Spieler im 301, fünfundfünfzig im 501, dreißig Teams, neun Frauen – genug Arme, um das Abendrot drei Tage lang durchzuschütteln. Und wer am Sonntagabend noch sauber auf die Doppel gezeigt hat, hatte entweder ein Handgelenk aus Stahl oder schon länger nur zugeschaut.

Brannedartsliga – Einmal verlieren ist erlaubt. Zweimal wird es teuer.

Über allem hing, wie ein freundlich gemeintes Damoklesschwert, der Leitsatz des Doppel-K.o.: Einmal verlieren ist erlaubt. Zweimal wird es teuer. Merkt ihn euch. Er wird in dieser Geschichte noch mehrfach die Hauptrolle übernehmen.

Und wir beginnen da, wo man eine gute Geschichte beginnt: bei den Frauen. Nicht als Fußnote, nicht als Vorprogramm – sondern als das Turnier, das seine Siegerin ganz altmodisch ermittelt hat: mit Siegen. Mit nichts anderem.

Siegergrafik Stadtmeisterschaft 2026 – Turnier der Frauen: Mandy Althoff, Sabine Borchert, Die Kleene
01

Turnier der Frauen

Jede gegen jede · 9 Spielerinnen · 8 Spiele
9
Spielerinnen
Jede gegen jede
8
Spiele
pro Spielerin
35,3
Feldschnitt
3-Dart-Average
0
Maximum
Nicht eine 180

Neun Spielerinnen, jede gegen jede, acht Spiele pro Kopf – da gibt es kein Losglück und keinen Freilos-Schleichweg. Der Feldschnitt stand bei 35,3, und eine 180 ist nicht gefallen. Nicht eine. Die Triple-20 hatte offenbar das ganze Wochenende frei. Spannend wurde es trotzdem, und zwar bis zum Schluss.

Stadtmeisterin 2026 · Frauen
Mandy Althoff
7:1Siege : Niederlagen
38,4Schnitt
52,7Erste 9 Darts
8×100+
28×80+

Stadtmeisterin ist Mandy Althoff. Sieben Siege aus acht Spielen, Schnitt 38,4, achtmal die 100, achtundzwanzigmal die 80 – und auf den ersten neun Darts eine 52,7, mit der sie ihre Gegnerinnen gleich zu Beginn höflich, aber bestimmt in die Defensive geschickt hat. Mandy hat drei Tage lang nicht nachgegeben. Eine Niederlage, mehr hat sie nicht hergegeben. Der Rest gehört ihr.

Zweite ist Sabine Borchert – und hier wird es fast schon filmreif. Sechs Siege, und auf der Anzeige exakt dieselbe 38,4 wie bei Mandy. Zwei Spielerinnen, eine Zahl, als hätte der Automat Kopieren-Einfügen gedrückt. Getrennt hat die beiden nicht die Kommastelle, sondern ein einziger Sieg: sieben zu sechs. Sabine kam mit 46,4 auf neun Darts etwas leiser aus den Startlöchern und hat sich den Rest hart erarbeitet. Gleicher Schnitt, anderer Weg – und trotzdem hat ein Turnier eben eine Erste und eine Zweite.

Dritte ist Die Kleene. Fünf Siege, Schnitt 37,8 – und eine Warnung an alle, die den Namen wörtlich genommen haben: Wer sie unterschätzt, hat die Liste nicht gelesen. Merkt euch die Kleene. Sie taucht in dieser Geschichte noch einmal auf, und zwar bei den Teams.

Dahinter ein Duell, das sich standhaft weigerte, entschieden zu werden: Jenny Eckhardt und Carina Millinger, beide vier Siege, beide Schnitt 36,8. Selbst die zweite Stelle hinterm Komma hat sich hier diplomatisch rausgehalten. Also stehen die beiden gleichauf – so ist das, wenn der Sieg zählt und sonst nichts.

Drei Siege holten Janina Ziebell und Cherry Sharin, zwei Siege Viola Nitze und Ursula Schmidt. Und jetzt der Satz, den eine reine Schnittliste glatt verschlucken würde: Viola hat mit 36,4 schöner geworfen als manche, die vor ihr stehen. Gewonnen hat trotzdem öfter Janina. So gemein kann Sport sein. Viola, Ursula – euer Schnitt ist nicht verschwunden. Er steht nur nicht über dem Sieg.

Abschlusstabelle · Siege zählen
SpielerinSiege aus 8Ø
1.Mandy Althoff738,4
2.Sabine Borchert638,4
3.Die Kleene537,8
4.Jenny Eckhardt436,8
4.Carina Millinger436,8
6.Janina Ziebell3–
6.Cherry Sharin3–
8.Viola Nitze236,4
8.Ursula Schmidt2–
Sortiert nach Siegen. Schnitt nur dort, wo er im Bericht genannt ist.
Sabine Borchert
6 Siege · Ø 38,4
2
Mandy Althoff
7 Siege · Ø 38,4
1
Die Kleene
5 Siege · Ø 37,8
3

Keine 180, aber ein Podest, das sich jeden einzelnen Zentimeter erspielen musste. Mandy, Sabine, Die Kleene – das ist der Titel der Frauen. Und das ist erst Kapitel eins.

Siegergrafik Stadtmeisterschaft 2026 – 301 Master Out: Comp@s, Paule, Matthias Joite
02

301 · Master Out

Doppel-K.o. · Best of 3 · 49 Spieler
49
Spieler
Doppel-K.o.
Bo3
Best of 3
First to 2
40,5
Feldschnitt
ganzes Feld
MO
Master Out
Finish auf alles

Kapitel zwei: das 301, Master Out. Doppel-K.o., gespielt auf zwei Gewinnbeine, Feldschnitt 40,5. Master Out heißt: Finishen durfte man auf alles – Doppel, Triple, Hauptsache raus. Manche haben diese Freiheit sehr ernst genommen. Andere eher als philosophisches Angebot.

Stadtmeister 2026 · 301 Master Out
Comp@s
54,0Bester Schnitt des Turniers
1×180
5×140
70,5gegen Paule (WB)
2:1Finale
1
Bestleistungen · Comp@s
Stadtmeister 301 Master Out
54,0
Turnierschnitt
bester im Feld
1×
180
Maximum
5×
140
im Turnier
70,5
gegen Paule
Gewinnerbaum · 2:1
  • Bester Turnierschnitt: 54,0
  • Eine 180, fünfmal die 140
  • Gewinnerbaum gegen Paule: 2:1 · Schnitt 70,5 zu 60,6
  • Finale gegen Paule: 2:1 · Schnitt 44,3 zu 39,7 – erstes Finale behalten
Finale · 301 Master OutFirst to 2
SpielerLegsSchnitt
▶Comp@s2Ø44,3
Paule1Ø39,7
Ein zweites Finale brauchte es nicht.

Stadtmeister ist Comp@s. Bester Schnitt des Turniers mit 54,0, eine 180, fünfmal die 140. Schon im Gewinnerbaum hat er Paule mit 70,5 zu 60,6 eine Ansage gemacht und 2:1 gewonnen. Im Finale stand dann – Überraschung – wieder Paule gegenüber. Wieder 2:1 für Comp@s, diesmal mit 44,3 zu 39,7. Ja, auch ein Finale darf mal menschlich sein; die Nerven werfen schließlich mit. Ein zweites Finale brauchte es nicht: Comp@s hat das erste behalten und den Pokal gleich mit.

Zweiter ist Paule – und seine Geschichte ist die vielleicht schönste des Turniers. Er verliert im Gewinnerbaum gegen Comp@s, nimmt den langen Weg durch die Verliererseite und steht am Ende wieder vor demselben Mann. Wer zweimal gegen Comp@s ins letzte Spiel geht, hat einen sehr langen Atem. Paule hat ihn. In den ersten dreizehn der Schnittliste taucht er nicht auf, dafür checkt er eine 139 aus. Und das Spiel um den Finaleinzug gewinnt er mit einem Schnitt von 34,1. Richtig gelesen: 34,1. Ich habe extra nachgesehen, ob das ein Druckfehler ist. Ist es nicht. Manchmal ist der Sieg einfach das Bein, das am Ende noch übrig ist.

Dritter ist Matthias Joite. Elf Siege, Schnitt 53,1, keine einzige 180 – dafür siebenmal die 140 und der beste Start des Turniers: 67,9 auf den ersten neun Darts. Gegen Pepe zaubert er eine 71,7 aufs Board und gewinnt 2:1. Eine Runde später gegen Paule: 35,1 und ein 0:2. Nein, der Automat hat ihn zwischendurch nicht ausgetauscht – derselbe Mann, dieselbe Scheibe, nur eine andere Laune der Pfeile. Platz drei ohne Maximum ist hier kein Makel, sondern saubere Handarbeit aus dem, was die Aufnahme hergibt, wenn die 180 partout nicht kommen will.

3
Matthias Joite
  • 11 Siege · Ø 53,1
  • 7× 140 · keine 180
  • 67,9 auf neun Darts – bester Start
  • 71,7 gegen Pepe
4
Pepe
  • 1× 180
  • Finish 116
  • 1:2 gegen Joite
  • 55,2 gegen 71,7

Vierter ist Pepe. Eine 180, ein Finish von 116 – und dann dieses 1:2 gegen Joite, 55,2 gegen 71,7. Pepe, du warst richtig nah dran. Der 71er war nur einfach noch näher.

Und weil ein Turnier nicht nur oben stattfindet, jetzt laut und mit Absicht: Geteilter Fünfter sind Jeremy Schulze und Grizzly. Jeremy startet Aufnahmen mit 66 auf neun Darts, Grizzly gewinnt acht seiner zehn Spiele – nur waren die zwei, die fehlen, ausgerechnet die teuren. Geteilter Siebter: Cop und Stefan Kettel. Geteilter Neunter: Friteusenfett, Christian Krahlisch, Olli B Olli B und Skywalker. Friteusenfett checkt 136 und 100 – der Name bleibt, wie er ist, die 136 auch. Skywalker checkt 101 und 108; danach war die Macht leider mit jemand anderem. Geteilter Dreizehnter: Dean, Simi, Keule und Jimmy Heide.

Weitere Platzierungen · 301 MO
5.
Jeremy Schulze · Grizzly
7.
Cop · Stefan Kettel
9.
Friteusenfett · Christian Krahlisch · Olli B Olli B · Skywalker
13.
Dean · Simi · Keule · Jimmy Heide

Jimmy, deine Zahl habe ich mir extra aufgehoben: 150 ausgecheckt, im 301. Wer das sieht und ruhig sitzen bleibt, ist im falschen Saal. Und weil so eine Zahl nicht nur einen Absatz verdient, sondern Metall: Highfinish-Pokal für Jimmy Heide. Die 150 steht. Der Pokal auch. Für immer – und diesmal mit dem richtigen Glanz.

Paule
Checkout 139
2
Comp@s
Ø 54,0 · 1×180 · 5×140 · Finale 2:1
1
Matthias Joite
Ø 53,1 · 11 Siege
3
Siegergrafik Stadtmeisterschaft 2026 – 501 Double Out: Comp@s, Jens Placzek, Olli B
03

501 · Double Out

Doppel-K.o. · Best of 3 · Finals Best of 5 · 55 Spieler
55
Spieler
Doppel-K.o.
Bo3 / Bo5
Best of 3 / 5
Runden / Finals
44,2
Feldschnitt
ganzes Feld
DO
Double Out
nur auf Doppel

Kapitel drei, und jetzt wird es ernst: das 501, Double Out. Hier musste es doppelt sein – keine Ausreden, keine Triple-Abkürzung. Die frühen Runden auf zwei Gewinnbeine, die beiden Finals auf drei. Feldschnitt 44,2. Und dann ein Finale, das sich ein Drehbuchautor nicht besser hätte ausdenken können.

Denn dieses Finale ist ein Zweiteiler. Hört gut zu, die Reihenfolge ist die Pointe – und die Pointe ist wahr.

  1. Akt 1 · Gewinnerbaum

    Teil eins der Vorgeschichte: das Finale im Gewinnerbaum. Comp@s schlägt Jens Placzek 2:1, 60,9 zu 57,8. Alles nach Plan, könnte man meinen.

    Finale im GewinnerbaumFirst to 2
    SpielerLegsSchnitt
    ▶Comp@s2Ø60,9
    Jens Placzek1Ø57,8
  2. Akt 2 · Finale eins

    Dann Finale eins – und der Plan bekommt Risse. Jens schlägt Comp@s 3:1, 65,3 zu 63,2. Doppel-K.o., ihr erinnert euch: einmal verlieren ist erlaubt. Wer in diesem Moment Jacke anzieht und geht, verpasst den Titel.

    Finale einsFirst to 3
    SpielerLegsSchnitt
    ▶Jens Placzek3Ø65,3
    Comp@s1Ø63,2
    Das eine erlaubte Verlieren.
  3. Akt 3 · Finale zwei

    Dann Finale zwei, der große Showdown. Comp@s gewinnt 3:2, Schnitt 66,2 zu 62,5 – sein bester Finalschnitt des Wochenendes, abgerufen genau dann, als es zählte. Er hat sich das eine erlaubte Verlieren offenbar ganz bewusst fürs erste Finale aufgehoben. Das zweite hat er nicht mehr hergegeben. Zweimal wird es eben teuer – nur diesmal nicht für ihn.

    Finale zwei · EntscheidungFirst to 3
    SpielerLegsSchnitt
    ▶Comp@s3Ø66,2
    Jens Placzek2Ø62,5
    Stadtmeister im 501: Comp@s.
Stadtmeister 2026 · 501 Double Out
Comp@s
Zweiter Einzeltitel des Wochenendes
3:2Finale zwei
66,2Schnitt Finale zwei
2:1Gewinnerbaum
1:3Finale eins
2Titel solo
1
Bestleistungen · Comp@s
Stadtmeister 501 Double Out
2:1
Gewinnerbaum
Finale · 60,9 : 57,8 gg. Jens
1:3
Finale eins
63,2 : 65,3
3:2
Finale zwei
66,2 : 62,5
2
Solo-Titel
am Wochenende
  • Gewinnerbaum-Finale gegen Jens Placzek: 2:1 · Schnitt 60,9 zu 57,8
  • Finale eins verloren: 1:3 · 63,2 zu 65,3 – das eine erlaubte Verlieren
  • Finale zwei gewonnen: 3:2 · 66,2 zu 62,5 – sein bester Finalschnitt
  • Zwei Solo-Titel am Wochenende: 301 Master Out und 501 Double Out
  • Dazu im Team mit CO und CO Channel: bester Teamschnitt des Wochenendes, 57,9

Und Jens? Jens Placzek hat den besten Schnitt des Turniers: 62,4. Vierzehn Spiele, zwölf Siege, eine 171, zwei 180er, ein Finish von 115 – und so viele kurze Beine, dass die Liste kaum hinterherkommt: 18er, 19er, eine 14, eine 21. Jens, du hast ein Finale gewonnen. Stadtmeister im 501 ist Comp@s. Beides stimmt. Nur passt auf den Pokal halt nur ein Name.

2
Jens Placzek
  • Bester Schnitt: 62,4
  • 14 Spiele · 12 Siege
  • 171 · 2× 180 · Finish 115
  • Kurze Beine: 14, 18, 19, 21 Darts
3
Olli B Olli B
  • 11 Siege aus 14
  • 2× 180 · Finish 126
  • 2:0 gegen G Punkt (53,7 : 52,3)
  • 1:2 gegen Jens (61,7 : 64,2)

Dritter ist Olli B Olli B – der Name sagt es zweimal, damit es auch auf der Verliererseite jeder mitbekommt. Elf Siege aus vierzehn Spielen, zwei 180er, Finish 126. Er schickt G Punkt mit 2:0 aus dem Turnier, 53,7 zu 52,3: knapp auf der Anzeige, klar auf der Beinzahl. Danach ist gegen Jens Schluss, 1:2 bei 61,7 zu 64,2. Olli, Platz drei in diesem Feld ist ein verdammt weiter Weg.

Vierter ist G Punkt. Er war die ganze Zeit auf den Punkt da. Bis Olli kam.

Geteilter Fünfter: Thomas Brauer und Grauer Wolf. Geteilter Siebter: Marcel Mewes und Stefan Kettel – Stefan, dich hatte ich im 301 schon aufgerufen, und hier bist du wieder Siebter. Pünktlich wie die Bahn in einem Paralleluniversum. Geteilter Neunter: Torsten Heller, Christian Krahlisch, Mephisto und Matthias Joite. Geteilter Dreizehnter: Simi, Ghost, Cop und Christian Bleck.

Weitere Platzierungen · 501 DO
5.
Thomas Brauer · Grauer Wolf
7.
Marcel Mewes · Stefan Kettel
9.
Torsten Heller · Christian Krahlisch · Mephisto · Matthias Joite
13.
Simi · Ghost · Cop · Christian Bleck

Zwei Zahlen noch, die nicht auf dem Podest stehen und trotzdem in den Saal gehören. Todo hat das höchste Finish dieser Liste, eine 129 – und damit den Highfinish-Pokal im 501. Cop wirft dreimal die 140+, Schnitt 53,1, und checkt 116 aus. Grizzly hat viermal die 140+ und steht in der Schnittliste auf Platz zwölf. Die hohen Aufnahmen waren da. Das Tableau hatte nur andere Pläne.

3×140+
Cop
Ø 53,1 · Checkout 116
4×140+
Grizzly
Platz 12 der Schnittliste
Jens Placzek
Ø 62,4 · bester Schnitt
2
Comp@s
Finale zwei 3:2 · Ø 66,2 · 2. Solo-Titel
1
Olli B Olli B
11 Siege · 2×180
3
Siegergrafik Stadtmeisterschaft 2026 – Team 501 Master Out: Neumann/Schulze, Alles für Darts, Hippel/Eckert
04

Team · 501 Master Out

Doppel-K.o. · durchgehend zwei Gewinnbeine · 30 Paare
30
Paare
Doppel-K.o.
2
Gewinnbeine
durchgehend
42,9
Feldschnitt
ganzes Feld
2
Finals
wieder derselbe Satz

Kapitel vier, das große Finale des Wochenendes: das Team. 501, Master Out, dreißig Paare, Feldschnitt 42,9. Wieder Doppel-K.o., durchgehend auf zwei Gewinnbeine. Wieder zwei Finals. Und – ihr ahnt es – wieder derselbe Satz.

  1. Akt 1 · Gewinnerbaum

    Christian Neumann und Jeremy Schulze gewinnen das Finale im Gewinnerbaum gegen Alles für Darts, 2:1, 56,5 zu 53,4. Erster Akt: souverän.

    Finale im GewinnerbaumFirst to 2
    SpielerLegsSchnitt
    ▶Neumann / Schulze2Ø56,5
    Alles für Darts1Ø53,4
  2. Akt 2 · Finale eins

    Finale eins gewinnt Alles für Darts, 2:0, 50,4 zu 49,2. Zweiter Akt: Drama. In diesem Moment sieht es schwer danach aus, als wäre der Titel weg.

    Finale einsFirst to 2
    SpielerLegsSchnitt
    ▶Alles für Darts2Ø50,4
    Neumann / Schulze0Ø49,2
    Da sieht es aus, als wäre der Titel weg.
  3. Akt 3 · Finale zwei

    Finale zwei gewinnen Neumann und Schulze, 2:1. Und jetzt kommt die Zahl, die ich zweimal lesen musste, weil ich ihr nicht über den Weg getraut habe: Sie werfen in diesem Spiel den schlechteren Schnitt. 52,5 zu 56,4. Und gewinnen trotzdem. Keine 180 im ganzen Turnier, vier 140er, acht Siege – und den Pokal. Selten hat sich ein Titel so herrlich wenig für den Schnitt interessiert.

    Finale zwei · EntscheidungFirst to 2
    SpielerLegsSchnitt
    ▶Neumann / Schulze2Ø52,5
    Alles für Darts1Ø56,4
    Der schlechtere Schnitt gewinnt den Pokal.
52,5
Neumann & Schulze
Pokal
vs
56,4
Alles für Darts
Platz zwei
Der Schnitt ist eine Auskunft. Das letzte Bein ist das Ergebnis.
Stadtmeister 2026 · Team
Christian Neumann & Jeremy Schulze
2:1Finale zwei
8Siege
4×140
0180 im Turnier
52,5Schnitt Finale zwei

Zweiter: Alles für Darts. Neun Siege aus elf Spielen, Schnitt 53,0, zwei 180er. Im Entscheidungsmatch die bessere Zahl, am Ende aber das kürzere Bein. Ihr habt das erste Finale gewonnen – das zweite wollte einfach nicht mitspielen. Platz zwei ist heute ein sehr lauter Platz. Zu Recht.

Dritter: Flari Hippel und Rocvo Eckert. Neun Siege aus elf Spielen, keine 180, vier 140er, Schnitt 49,5. Und sie haben das Team aus dem Turnier genommen, das auf dem Papier fast nicht zu schlagen war. Papier ist bekanntlich geduldig. Flari und Rocvo waren es nicht.

Gemeint sind CO und CO Channel. Comp@s, jetzt wird es persönlich – aber freundlich. Allein holst du dir zwei Titel. Zu zweit habt ihr den besten Teamschnitt des Wochenendes, 57,9, eine Partie mit 68,9, acht Siege aus zehn Spielen, zwei 180er. Und dann: 0:2 gegen Flari und Rocvo, bei 48,7. Platz vier. Der schönste Schnitt im Saal ist am Sonntag Vierter geworden. Der Schnitt ist eine Auskunft. Das letzte Bein ist das Ergebnis.

Geteilter Fünfter: die beiden Bullmänner sowie Andy Laube mit Simi. Die Bullmänner haben den zweitbesten Teamschnitt, 55,1, dazu drei 180er und sechs Siege aus sieben Spielen. Der Bull war da. Das letzte Bein leider nicht.

Die Kleene, wie versprochen. Mit dem Braulein hat sie im Team fünf Siege und vier 140er geholt – allein ist sie Dritte bei den Frauen. Wer an diesem Wochenende nur eine Liste gelesen hat, hat sie unterschätzt. Wer beide gelesen hat, weiß jetzt Bescheid.

Platzierungen · Team
1.
Christian Neumann & Jeremy Schulze
2.
Alles für Darts
3.
Flari Hippel & Rocvo Eckert
4.
CO und CO Channel
5.
Die Bullmänner · Andy Laube & Simi

Alle anderen Teams stehen auf der Liste. Und wer seinen Namen jetzt vermisst: Du hast trotzdem drei Tage geworfen, gelacht, gezittert und mitgefiebert. Der Applaus gilt dem ganzen Feld.

Vier Turniere. Vier Sieger. Ein Happy End.

Frauen · Jede gegen jede
Mandy Althoff
7:1
Siege · Ø 38,4
301 · Master Out
Comp@s
54,0
Bester Schnitt · 1×180 · 5×140 · Finale 2:1
501 · Double Out
Comp@s
3:2
Finale zwei · Ø 66,2
Team · 501 Master Out
Neumann & Schulze
2:1
Finale zwei · 52,5 zu 56,4

Und der Rest von euch hat dafür gesorgt, dass diese Sieger nicht im leeren Saal feiern mussten. Einmal verlieren war erlaubt – die meisten von euch haben von diesem Recht ausgiebig Gebrauch gemacht, ein paar sogar vom zweiten Mal. So ist Doppel-K.o. So ist eine Stadtmeisterschaft. Und genau so soll sie sein.

Danke an das Abendrot, dass die Scheiben drei Tage lang uns gehört haben. Danke an alle, die gespielt haben. Und danke an alle, die geblieben sind, als sie längst raus waren. Im Doppel-K.o. ist man nie ganz raus – in diesem Saal schon gar nicht.

Das war die Stadtmeisterschaft 2026. Macht den Arm locker. Die Scheibe steht noch – und nächstes Jahr schreiben wir die Fortsetzung.

Danke

Eine Ode an alle, die es möglich gemacht haben

Ein Turnier ist nur so gut wie die Menschen, die es tragen. Deshalb zum Schluss ein großes Danke an die Veranstalter, an den Vorstand und an alle, die mitgewirkt haben – an jeden, der Tische geschleppt, Listen geführt, Boards eingestellt und Ergebnisse eingetragen hat, lange bevor der erste Pfeil flog und noch lange nach dem letzten.

Ein ganz besonderes Danke gilt Eileen. Drei Tage lang hat sie ihre ganz eigene Art von Gastfreundschaft hochgehalten – herzlich, aufmerksam, unermüdlich. Wer reinkam, war willkommen. Wer müde war, wurde wieder wach. Das ist nichts, was man auf einen Spielplan schreiben kann, aber es ist das, was von diesen Tagen bleibt.

Und ja, ein wenig Wehmut gehört auch dazu. Nicht alles an diesem Wochenende war so fair, wie es hätte sein sollen, und manches wurde politischer, als es einem Sportabend guttut. Darum ein leiser Gedanke für das nächste Mal: Am Oche zählt der Pfeil, nicht die Position daneben. Fairness ist kein Regelwerk, sondern eine Haltung – Respekt vor dem Sport und vor jedem Menschen, der mit uns an der Linie steht. Darts verbindet. Lassen wir es dabei.

Und zum Schluss ein Augenzwinkern an Adil, den Chef vom Abendrot: Der Grill war heiß, das Essen richtig gut – danke dafür! Nur hat, wer vierzehn Stunden am Board steht, deutlich länger als zwei Stunden Appetit. Unser Wunsch fürs nächste Jahr also: bitte mit Pizzaofen. Wir bringen den Hunger mit.