Liebe Spielerinnen, liebe Spieler, liebe Gäste,
Drei Tage. Vier Turniere. Ein Haus. Und am Ende ein Happy End.
Vom 23. bis zum 25. Oktober hat sich das Abendrot in Brandenburg in eine Arena verwandelt – mit Pfeilen statt Popcorn und Kreide statt Drehbuch. Auf dem Spielplan: 301 im Master Out, 501 im Double Out, das Team im 501, ebenfalls Master Out, und das Turnier der Frauen, jede gegen jede. Klingt nach Programm. Wurde eine Geschichte.
Neunundvierzig Spieler im 301, fünfundfünfzig im 501, dreißig Teams, neun Frauen – genug Arme, um das Abendrot drei Tage lang durchzuschütteln. Und wer am Sonntagabend noch sauber auf die Doppel gezeigt hat, hatte entweder ein Handgelenk aus Stahl oder schon länger nur zugeschaut.
Über allem hing, wie ein freundlich gemeintes Damoklesschwert, der Leitsatz des Doppel-K.o.: Einmal verlieren ist erlaubt. Zweimal wird es teuer. Merkt ihn euch. Er wird in dieser Geschichte noch mehrfach die Hauptrolle übernehmen.
Und wir beginnen da, wo man eine gute Geschichte beginnt: bei den Frauen. Nicht als Fußnote, nicht als Vorprogramm – sondern als das Turnier, das seine Siegerin ganz altmodisch ermittelt hat: mit Siegen. Mit nichts anderem.
Turnier der Frauen
Neun Spielerinnen, jede gegen jede, acht Spiele pro Kopf – da gibt es kein Losglück und keinen Freilos-Schleichweg. Der Feldschnitt stand bei 35,3, und eine 180 ist nicht gefallen. Nicht eine. Die Triple-20 hatte offenbar das ganze Wochenende frei. Spannend wurde es trotzdem, und zwar bis zum Schluss.
Stadtmeisterin ist Mandy Althoff. Sieben Siege aus acht Spielen, Schnitt 38,4, achtmal die 100, achtundzwanzigmal die 80 – und auf den ersten neun Darts eine 52,7, mit der sie ihre Gegnerinnen gleich zu Beginn höflich, aber bestimmt in die Defensive geschickt hat. Mandy hat drei Tage lang nicht nachgegeben. Eine Niederlage, mehr hat sie nicht hergegeben. Der Rest gehört ihr.
Zweite ist Sabine Borchert – und hier wird es fast schon filmreif. Sechs Siege, und auf der Anzeige exakt dieselbe 38,4 wie bei Mandy. Zwei Spielerinnen, eine Zahl, als hätte der Automat Kopieren-Einfügen gedrückt. Getrennt hat die beiden nicht die Kommastelle, sondern ein einziger Sieg: sieben zu sechs. Sabine kam mit 46,4 auf neun Darts etwas leiser aus den Startlöchern und hat sich den Rest hart erarbeitet. Gleicher Schnitt, anderer Weg – und trotzdem hat ein Turnier eben eine Erste und eine Zweite.
Dritte ist Die Kleene. Fünf Siege, Schnitt 37,8 – und eine Warnung an alle, die den Namen wörtlich genommen haben: Wer sie unterschätzt, hat die Liste nicht gelesen. Merkt euch die Kleene. Sie taucht in dieser Geschichte noch einmal auf, und zwar bei den Teams.
Dahinter ein Duell, das sich standhaft weigerte, entschieden zu werden: Jenny Eckhardt und Carina Millinger, beide vier Siege, beide Schnitt 36,8. Selbst die zweite Stelle hinterm Komma hat sich hier diplomatisch rausgehalten. Also stehen die beiden gleichauf – so ist das, wenn der Sieg zählt und sonst nichts.
Drei Siege holten Janina Ziebell und Cherry Sharin, zwei Siege Viola Nitze und Ursula Schmidt. Und jetzt der Satz, den eine reine Schnittliste glatt verschlucken würde: Viola hat mit 36,4 schöner geworfen als manche, die vor ihr stehen. Gewonnen hat trotzdem öfter Janina. So gemein kann Sport sein. Viola, Ursula – euer Schnitt ist nicht verschwunden. Er steht nur nicht über dem Sieg.
| Spielerin | Siege aus 8 | Ø | ||
|---|---|---|---|---|
| 1. | Mandy Althoff | 7 | 38,4 | |
| 2. | Sabine Borchert | 6 | 38,4 | |
| 3. | Die Kleene | 5 | 37,8 | |
| 4. | Jenny Eckhardt | 4 | 36,8 | |
| 4. | Carina Millinger | 4 | 36,8 | |
| 6. | Janina Ziebell | 3 | – | |
| 6. | Cherry Sharin | 3 | – | |
| 8. | Viola Nitze | 2 | 36,4 | |
| 8. | Ursula Schmidt | 2 | – |
Keine 180, aber ein Podest, das sich jeden einzelnen Zentimeter erspielen musste. Mandy, Sabine, Die Kleene – das ist der Titel der Frauen. Und das ist erst Kapitel eins.
301 · Master Out
Kapitel zwei: das 301, Master Out. Doppel-K.o., gespielt auf zwei Gewinnbeine, Feldschnitt 40,5. Master Out heißt: Finishen durfte man auf alles – Doppel, Triple, Hauptsache raus. Manche haben diese Freiheit sehr ernst genommen. Andere eher als philosophisches Angebot.
- Bester Turnierschnitt: 54,0
- Eine 180, fünfmal die 140
- Gewinnerbaum gegen Paule: 2:1 · Schnitt 70,5 zu 60,6
- Finale gegen Paule: 2:1 · Schnitt 44,3 zu 39,7 – erstes Finale behalten
Stadtmeister ist Comp@s. Bester Schnitt des Turniers mit 54,0, eine 180, fünfmal die 140. Schon im Gewinnerbaum hat er Paule mit 70,5 zu 60,6 eine Ansage gemacht und 2:1 gewonnen. Im Finale stand dann – Überraschung – wieder Paule gegenüber. Wieder 2:1 für Comp@s, diesmal mit 44,3 zu 39,7. Ja, auch ein Finale darf mal menschlich sein; die Nerven werfen schließlich mit. Ein zweites Finale brauchte es nicht: Comp@s hat das erste behalten und den Pokal gleich mit.
Zweiter ist Paule – und seine Geschichte ist die vielleicht schönste des Turniers. Er verliert im Gewinnerbaum gegen Comp@s, nimmt den langen Weg durch die Verliererseite und steht am Ende wieder vor demselben Mann. Wer zweimal gegen Comp@s ins letzte Spiel geht, hat einen sehr langen Atem. Paule hat ihn. In den ersten dreizehn der Schnittliste taucht er nicht auf, dafür checkt er eine 139 aus. Und das Spiel um den Finaleinzug gewinnt er mit einem Schnitt von 34,1. Richtig gelesen: 34,1. Ich habe extra nachgesehen, ob das ein Druckfehler ist. Ist es nicht. Manchmal ist der Sieg einfach das Bein, das am Ende noch übrig ist.
Dritter ist Matthias Joite. Elf Siege, Schnitt 53,1, keine einzige 180 – dafür siebenmal die 140 und der beste Start des Turniers: 67,9 auf den ersten neun Darts. Gegen Pepe zaubert er eine 71,7 aufs Board und gewinnt 2:1. Eine Runde später gegen Paule: 35,1 und ein 0:2. Nein, der Automat hat ihn zwischendurch nicht ausgetauscht – derselbe Mann, dieselbe Scheibe, nur eine andere Laune der Pfeile. Platz drei ohne Maximum ist hier kein Makel, sondern saubere Handarbeit aus dem, was die Aufnahme hergibt, wenn die 180 partout nicht kommen will.
- 11 Siege · Ø 53,1
- 7× 140 · keine 180
- 67,9 auf neun Darts – bester Start
- 71,7 gegen Pepe
- 1× 180
- Finish 116
- 1:2 gegen Joite
- 55,2 gegen 71,7
Vierter ist Pepe. Eine 180, ein Finish von 116 – und dann dieses 1:2 gegen Joite, 55,2 gegen 71,7. Pepe, du warst richtig nah dran. Der 71er war nur einfach noch näher.
Und weil ein Turnier nicht nur oben stattfindet, jetzt laut und mit Absicht: Geteilter Fünfter sind Jeremy Schulze und Grizzly. Jeremy startet Aufnahmen mit 66 auf neun Darts, Grizzly gewinnt acht seiner zehn Spiele – nur waren die zwei, die fehlen, ausgerechnet die teuren. Geteilter Siebter: Cop und Stefan Kettel. Geteilter Neunter: Friteusenfett, Christian Krahlisch, Olli B Olli B und Skywalker. Friteusenfett checkt 136 und 100 – der Name bleibt, wie er ist, die 136 auch. Skywalker checkt 101 und 108; danach war die Macht leider mit jemand anderem. Geteilter Dreizehnter: Dean, Simi, Keule und Jimmy Heide.
Jimmy, deine Zahl habe ich mir extra aufgehoben: 150 ausgecheckt, im 301. Wer das sieht und ruhig sitzen bleibt, ist im falschen Saal. Und weil so eine Zahl nicht nur einen Absatz verdient, sondern Metall: Highfinish-Pokal für Jimmy Heide. Die 150 steht. Der Pokal auch. Für immer – und diesmal mit dem richtigen Glanz.
501 · Double Out
Kapitel drei, und jetzt wird es ernst: das 501, Double Out. Hier musste es doppelt sein – keine Ausreden, keine Triple-Abkürzung. Die frühen Runden auf zwei Gewinnbeine, die beiden Finals auf drei. Feldschnitt 44,2. Und dann ein Finale, das sich ein Drehbuchautor nicht besser hätte ausdenken können.
Denn dieses Finale ist ein Zweiteiler. Hört gut zu, die Reihenfolge ist die Pointe – und die Pointe ist wahr.
- Akt 1 · Gewinnerbaum
Teil eins der Vorgeschichte: das Finale im Gewinnerbaum. Comp@s schlägt Jens Placzek 2:1, 60,9 zu 57,8. Alles nach Plan, könnte man meinen.
Finale im GewinnerbaumFirst to 2SpielerLegsSchnitt▶Comp@s2Ø60,9Jens Placzek1Ø57,8 - Akt 2 · Finale eins
Dann Finale eins – und der Plan bekommt Risse. Jens schlägt Comp@s 3:1, 65,3 zu 63,2. Doppel-K.o., ihr erinnert euch: einmal verlieren ist erlaubt. Wer in diesem Moment Jacke anzieht und geht, verpasst den Titel.
Finale einsFirst to 3SpielerLegsSchnitt▶Jens Placzek3Ø65,3Comp@s1Ø63,2Das eine erlaubte Verlieren. - Akt 3 · Finale zwei
Dann Finale zwei, der große Showdown. Comp@s gewinnt 3:2, Schnitt 66,2 zu 62,5 – sein bester Finalschnitt des Wochenendes, abgerufen genau dann, als es zählte. Er hat sich das eine erlaubte Verlieren offenbar ganz bewusst fürs erste Finale aufgehoben. Das zweite hat er nicht mehr hergegeben. Zweimal wird es eben teuer – nur diesmal nicht für ihn.
Finale zwei · EntscheidungFirst to 3SpielerLegsSchnitt▶Comp@s3Ø66,2Jens Placzek2Ø62,5Stadtmeister im 501: Comp@s.
- Gewinnerbaum-Finale gegen Jens Placzek: 2:1 · Schnitt 60,9 zu 57,8
- Finale eins verloren: 1:3 · 63,2 zu 65,3 – das eine erlaubte Verlieren
- Finale zwei gewonnen: 3:2 · 66,2 zu 62,5 – sein bester Finalschnitt
- Zwei Solo-Titel am Wochenende: 301 Master Out und 501 Double Out
- Dazu im Team mit CO und CO Channel: bester Teamschnitt des Wochenendes, 57,9
Und Jens? Jens Placzek hat den besten Schnitt des Turniers: 62,4. Vierzehn Spiele, zwölf Siege, eine 171, zwei 180er, ein Finish von 115 – und so viele kurze Beine, dass die Liste kaum hinterherkommt: 18er, 19er, eine 14, eine 21. Jens, du hast ein Finale gewonnen. Stadtmeister im 501 ist Comp@s. Beides stimmt. Nur passt auf den Pokal halt nur ein Name.
- Bester Schnitt: 62,4
- 14 Spiele · 12 Siege
- 171 · 2× 180 · Finish 115
- Kurze Beine: 14, 18, 19, 21 Darts
- 11 Siege aus 14
- 2× 180 · Finish 126
- 2:0 gegen G Punkt (53,7 : 52,3)
- 1:2 gegen Jens (61,7 : 64,2)
Dritter ist Olli B Olli B – der Name sagt es zweimal, damit es auch auf der Verliererseite jeder mitbekommt. Elf Siege aus vierzehn Spielen, zwei 180er, Finish 126. Er schickt G Punkt mit 2:0 aus dem Turnier, 53,7 zu 52,3: knapp auf der Anzeige, klar auf der Beinzahl. Danach ist gegen Jens Schluss, 1:2 bei 61,7 zu 64,2. Olli, Platz drei in diesem Feld ist ein verdammt weiter Weg.
Vierter ist G Punkt. Er war die ganze Zeit auf den Punkt da. Bis Olli kam.
Geteilter Fünfter: Thomas Brauer und Grauer Wolf. Geteilter Siebter: Marcel Mewes und Stefan Kettel – Stefan, dich hatte ich im 301 schon aufgerufen, und hier bist du wieder Siebter. Pünktlich wie die Bahn in einem Paralleluniversum. Geteilter Neunter: Torsten Heller, Christian Krahlisch, Mephisto und Matthias Joite. Geteilter Dreizehnter: Simi, Ghost, Cop und Christian Bleck.
Zwei Zahlen noch, die nicht auf dem Podest stehen und trotzdem in den Saal gehören. Todo hat das höchste Finish dieser Liste, eine 129 – und damit den Highfinish-Pokal im 501. Cop wirft dreimal die 140+, Schnitt 53,1, und checkt 116 aus. Grizzly hat viermal die 140+ und steht in der Schnittliste auf Platz zwölf. Die hohen Aufnahmen waren da. Das Tableau hatte nur andere Pläne.
Team · 501 Master Out
Kapitel vier, das große Finale des Wochenendes: das Team. 501, Master Out, dreißig Paare, Feldschnitt 42,9. Wieder Doppel-K.o., durchgehend auf zwei Gewinnbeine. Wieder zwei Finals. Und – ihr ahnt es – wieder derselbe Satz.
- Akt 1 · Gewinnerbaum
Christian Neumann und Jeremy Schulze gewinnen das Finale im Gewinnerbaum gegen Alles für Darts, 2:1, 56,5 zu 53,4. Erster Akt: souverän.
Finale im GewinnerbaumFirst to 2SpielerLegsSchnitt▶Neumann / Schulze2Ø56,5Alles für Darts1Ø53,4 - Akt 2 · Finale eins
Finale eins gewinnt Alles für Darts, 2:0, 50,4 zu 49,2. Zweiter Akt: Drama. In diesem Moment sieht es schwer danach aus, als wäre der Titel weg.
Finale einsFirst to 2SpielerLegsSchnitt▶Alles für Darts2Ø50,4Neumann / Schulze0Ø49,2Da sieht es aus, als wäre der Titel weg. - Akt 3 · Finale zwei
Finale zwei gewinnen Neumann und Schulze, 2:1. Und jetzt kommt die Zahl, die ich zweimal lesen musste, weil ich ihr nicht über den Weg getraut habe: Sie werfen in diesem Spiel den schlechteren Schnitt. 52,5 zu 56,4. Und gewinnen trotzdem. Keine 180 im ganzen Turnier, vier 140er, acht Siege – und den Pokal. Selten hat sich ein Titel so herrlich wenig für den Schnitt interessiert.
Finale zwei · EntscheidungFirst to 2SpielerLegsSchnitt▶Neumann / Schulze2Ø52,5Alles für Darts1Ø56,4Der schlechtere Schnitt gewinnt den Pokal.
Pokal
Platz zwei
Zweiter: Alles für Darts. Neun Siege aus elf Spielen, Schnitt 53,0, zwei 180er. Im Entscheidungsmatch die bessere Zahl, am Ende aber das kürzere Bein. Ihr habt das erste Finale gewonnen – das zweite wollte einfach nicht mitspielen. Platz zwei ist heute ein sehr lauter Platz. Zu Recht.
Dritter: Flari Hippel und Rocvo Eckert. Neun Siege aus elf Spielen, keine 180, vier 140er, Schnitt 49,5. Und sie haben das Team aus dem Turnier genommen, das auf dem Papier fast nicht zu schlagen war. Papier ist bekanntlich geduldig. Flari und Rocvo waren es nicht.
Gemeint sind CO und CO Channel. Comp@s, jetzt wird es persönlich – aber freundlich. Allein holst du dir zwei Titel. Zu zweit habt ihr den besten Teamschnitt des Wochenendes, 57,9, eine Partie mit 68,9, acht Siege aus zehn Spielen, zwei 180er. Und dann: 0:2 gegen Flari und Rocvo, bei 48,7. Platz vier. Der schönste Schnitt im Saal ist am Sonntag Vierter geworden. Der Schnitt ist eine Auskunft. Das letzte Bein ist das Ergebnis.
Geteilter Fünfter: die beiden Bullmänner sowie Andy Laube mit Simi. Die Bullmänner haben den zweitbesten Teamschnitt, 55,1, dazu drei 180er und sechs Siege aus sieben Spielen. Der Bull war da. Das letzte Bein leider nicht.
Die Kleene, wie versprochen. Mit dem Braulein hat sie im Team fünf Siege und vier 140er geholt – allein ist sie Dritte bei den Frauen. Wer an diesem Wochenende nur eine Liste gelesen hat, hat sie unterschätzt. Wer beide gelesen hat, weiß jetzt Bescheid.
Alle anderen Teams stehen auf der Liste. Und wer seinen Namen jetzt vermisst: Du hast trotzdem drei Tage geworfen, gelacht, gezittert und mitgefiebert. Der Applaus gilt dem ganzen Feld.
Vier Turniere. Vier Sieger. Ein Happy End.
Und der Rest von euch hat dafür gesorgt, dass diese Sieger nicht im leeren Saal feiern mussten. Einmal verlieren war erlaubt – die meisten von euch haben von diesem Recht ausgiebig Gebrauch gemacht, ein paar sogar vom zweiten Mal. So ist Doppel-K.o. So ist eine Stadtmeisterschaft. Und genau so soll sie sein.
Danke an das Abendrot, dass die Scheiben drei Tage lang uns gehört haben. Danke an alle, die gespielt haben. Und danke an alle, die geblieben sind, als sie längst raus waren. Im Doppel-K.o. ist man nie ganz raus – in diesem Saal schon gar nicht.
Das war die Stadtmeisterschaft 2026. Macht den Arm locker. Die Scheibe steht noch – und nächstes Jahr schreiben wir die Fortsetzung.
Eine Ode an alle, die es möglich gemacht haben
Ein Turnier ist nur so gut wie die Menschen, die es tragen. Deshalb zum Schluss ein großes Danke an die Veranstalter, an den Vorstand und an alle, die mitgewirkt haben – an jeden, der Tische geschleppt, Listen geführt, Boards eingestellt und Ergebnisse eingetragen hat, lange bevor der erste Pfeil flog und noch lange nach dem letzten.
Ein ganz besonderes Danke gilt Eileen. Drei Tage lang hat sie ihre ganz eigene Art von Gastfreundschaft hochgehalten – herzlich, aufmerksam, unermüdlich. Wer reinkam, war willkommen. Wer müde war, wurde wieder wach. Das ist nichts, was man auf einen Spielplan schreiben kann, aber es ist das, was von diesen Tagen bleibt.
Und ja, ein wenig Wehmut gehört auch dazu. Nicht alles an diesem Wochenende war so fair, wie es hätte sein sollen, und manches wurde politischer, als es einem Sportabend guttut. Darum ein leiser Gedanke für das nächste Mal: Am Oche zählt der Pfeil, nicht die Position daneben. Fairness ist kein Regelwerk, sondern eine Haltung – Respekt vor dem Sport und vor jedem Menschen, der mit uns an der Linie steht. Darts verbindet. Lassen wir es dabei.
Und zum Schluss ein Augenzwinkern an Adil, den Chef vom Abendrot: Der Grill war heiß, das Essen richtig gut – danke dafür! Nur hat, wer vierzehn Stunden am Board steht, deutlich länger als zwei Stunden Appetit. Unser Wunsch fürs nächste Jahr also: bitte mit Pizzaofen. Wir bringen den Hunger mit.